Sie sind hier: Infothek / Tools / Simulationen mit Wink  / Ihr erstes Wink-Beispiel
09-09-2010

Ihr erstes Wink-Beispiel

Sammeln Sie eigene Erfahrungen mit Ihrem ersten, kleinen Wink Beispiel. Sie können entweder mit dem hier dargestellten Beispiel arbeiten oder Sie experimentieren mit einer eigenen Idee. Wichtig ist nur, dass Sie derzeit noch nicht mehr als 5 Arbeitsschritte aufzeichnen sollten, also irgendetwas Kleines, überschaubares.

Das Beispiel:

Lernziel:

Die Lerner können mit Windows Paint ein Viereck zeichnen und dessen Farbe ändern.

Die Lerner verstehen, dass die Erstellung von Vierecken ein gutes Beispiel für alle vorhandenen Formen war und können sich die Arbeit mit weiteren Formen selbst erschließen.

Hierzu sind folgende Schritte notwendig:

  1. Viereck-Symbol anklicken und die Option mit Linie und Füllung auswählen.

  2. Farbauswahl anklicken und passende Farbe für die Füllung und Linie wählen

  3. Viereck zeichnen

  4. Zeigen, dass es noch weitere Formen gibt.

Starten Sie nun sowohl Wink als auch Paint. Dann wechseln Sie zum Paint Fenster und verkleinern es auf ca. 1/3 der Bildschirmfläche. In Wink legen Sie zunächst mit Datei/Neu ein neues Projekt an. Jetzt erscheint Ihr Aufzeichnungsmodus-Fenster:

Das Beispiel aufzeichnen

Voreingestellt ist die Option „Screenshots erstellen“. Dadurch wird bei jedem neuen Projekt sofort mit der Screenshot-Erstellung begonnen. Wenn Sie auch mit leeren Projekten starten wollen, nehmen Sie den Haken einfach raus.

Wenn Sie Audio aufzeichnen wollen, setzten Sie einen entsprechenden Haken und wählen Sie das Aufnahmegerät.

Mit dem nächsten Haken können Sie das Wink-Fenster selbst während der Aufnahme verstecken. Das ist sehr hilfreich.

Die Auswahlliste mit dem voreingestellten „Fenster“ betrifft Ihre Aufzeichnungsfläche. Hier ist von einem Bildschirmfenster über bestimmte Bereiche (in Pixelangaben) bis zum ganzen Bildschirm alles möglich. Ich empfehle Ihnen jedoch vorerst nur „Fenster“ zu verwenden, das hilft Ihnen und Ihren Lernern bei der Orientierung. Klicken Sie anschließend auf „Wählen“ und wählen Sie das entsprechenden Fenster (bei uns Paint) durch einen Klick darauf aus. Wink markiert das Fenster mit grünen Ecken und übernimmt die Koordinaten in den Bereich. Sollen Sie eine zeitgesteuerte Aufzeichnung machen wollen geben Sie unter „Screenshots Zeitintervall“ die entsprechende Anzahl an Frames an, die innerhalb einer Zeiteinheit gemacht werden sollen. Wenn Sie Screenshots eingabegesteuert erstellen wollen, was der Normalfall ist, dann können Sie hier angeben, ob sowohl ein Mausklick als auch ein Tastendruck einen Screenshot auslösen sollen oder nur eines von beiden. Hier empfehle ich Ihnen beide stehen zu lassen.

Und mit einem Klick auf OK gehts auch schon weiter. Ihnen wird das folgende Fenster zur Aufzeichnungssteuerung angezeigt:

Merken Sie sich die verschiedenen Hotkeys, damit steuern Sie Ihre Aufnahmen. Alternativ finden Sie in der Symbolleiste unten rechts auch während der Aufzeichnung ein kleines Wink-Symbol, mit dem Sie durch Anwählen mit der rechten Maustaste ebenfalls die Aufzeichnung starten und beenden können. Klicken Sie nun auf „Minimieren“ um dieses Fenster zu verstecken. Wechseln Sie nun auf Paint und drücken Sie die Tastenkombination [Alt]+[Pause] und schon beginnt die Aufzeichnung.

Führen Sie nun die vorher definierten Arbeitsschritte in Paint durch:

  1. Klicken Sie auf das Viereck-Symbol

  2. Wählen Sie darunter aus den drei symbolischen Varianten (Nur mit Linie, mit Linie und Füllung, nur mit Füllung) die zweite Option mit Linie und Füllung aus.

  3. Legen Sie unten in der Farbauswahl mit einem linken Mausklick die Linienfarbe und mit einem rechten Mausklick die Füllung fest.

  4. Zeichnen Sie nun ein großes Viereck auf der Zeichnungsfläche.

  5. Beenden Sie Wink mit der Tastenkombination [Alt]+[Pause] oder einem rechten Mausklick auf das Winksymbol in der Menüleiste und der Auswahl „Aufzeichnung beenden“.

Das Beispiel ansehen

So! Den ersten Teil haben Sie geschafft. Ihr Rohmaterial ist vorhanden. Um sich Ihre Sequenz anzusehen, sind nur noch drei Schritte notwendig, die Sie alle in der Menüleiste unter Projekte finden.

Zunächst müssen Sie die Farbpalette bearbeiten. Wählen Sie den Menüpunkt aus. In dem nun erscheinenden Farbpalettenfenster klicken Sie auf Neu erstellen:

Im Fenster zur Farbpalettenerstellung haben Sie mehrere Möglichkeiten. Die ideale Methode wäre die Websichere 216 Farbenvariante, damit wäre sichergestellt, dass jede Farbe auch bei Ihren Lernern im Webbrowser so dargestellt wird, wie Sie es festgelegt haben. Allerdings sind die Farben neuerer Software dann nur mit Fehlfarben darstellbar. Die voreingestellten Histogramm + Octree dagegen prüft Ihre Frames und stellt daraus eine optimierte Farbpalette zusammen. Wenn Sie diese wählen, haben Sie alle nötigen Farben zur Verfügung, es kann aber in Ausnahmefällen sein, dass auf einem älteren Computer oder einem ungewöhnlichen Modell die Farben etwas merkwürdig aussehen. Wählen Sie also die Voreinstellung und klicken Sie hier und im Farbpalettenfenster auf OK.

Wählen Sie nun im Projektemenü die Einstellungen:

Dort legen Sie den Dateinamen Ihrer fertigen Lernsequenz unter Output-Dateiname fest. Beachten Sie hier, dass dies nicht Ihre editierbare Wink-Datei ist, sondern das Ergebnis. Ihre Rohdaten sollten Sie also ebenfalls immer speichern, um auch weiterhin Änderungen vornehmen zu können.

Wählen Sie als nächstes den Dateityp. Mit Flash erstellen Sie eine Webfähige Variante Ihrer Lernsequenz und mit der ausführbaren Exe-Datei haben Sie eine Möglichkeit, Ihre Lernsequenz lokal zum Beispiel auf CDs und ähnlichem ohne Webbrowser abzuspielen. Ich empfehle Ihnen die Flash-Variante, da diese meist am flexibelsten einsetzbar ist und auch lokal funktioniert, wenn ein Webbrowser vorhanden ist.

Bei den weiteren Optionen, sollten Sie Ihre Farbpalette verwenden, um kleine Dateien zu erhalten. Fügen Sie zur Sicherheit einen Preloader hinzu, da bei längeren Ladezeiten im Web Ihre Lerner sonst ungeduldig werden könnten. Für die erste Demonstration können Sie auch die Steuerleiste zum Export hinzufügen, die dann, wie bei Filmsequenzen unterhalb Ihrer Inhalte eingeblendet wird. Die Framefrequenz ist in der Voreinstellung OK.

Wichtig ist die Cursor-Bewegung, denn hier bestimmen Sie die Geschwindigkeit, mit der in der Präsentation ein Cursor über die Bildschirmoberfläche flitzt oder kriecht, um Ihre Mausaktivitäten nachzuspielen. Machen Sie am besten ein paar Versuche mit Ihrer Lernsequenz und finden Sie die angenehmste Geschwindigkeit durch Versuch und Irrtum. Schließen Sie Ihre Einstellungen mit OK ab.

Der letzte Schritt im Projektmenü ist nun das Rendern, wählen Sie es aus und warten Sie, bis Wink mit dem aufarbeiten Ihrer Inhalte fertig ist.

Wählen Sie zu guter Letzt im Projektmenü den Menüpunkt „Gerenderte Datei ansehen“ und es wird Ihr Standardbrowser gestartet und Sie sehen Ihre erste eigene Lernsequenz.

Das Beispiel editieren

Na? Hats Ihnen gefallen? Witzig, oder? Aber irgendwie noch nicht rund, denn eigentlich saust nur dieser Cursor kommentarlos von einem Punkt zum andern und ist irgendwann fertig.

Hier hilft nur Nachbearbeiten und die Lernsequenz mit erläuternden Inhalt anreichern. Im folgenden werden wir also jeden Arbeitsschritt mit einer Erklärung versehen und die Sequenz mit Vorwärts und Rückwärts Buttons so portionieren, dass die Lerner mehr Kontrolle über das Geschehen bekommen.

Wählen Sie in Ihrem aktuellen Projekt den ersten Frame aus. Dort sehen Sie nun die Rohdaten Ihrer Aufzeichnung.

Auf der linken Symbolleiste von Paintshop sehen Sie eine schraffierte Fläche über dem Viereck-Symbol. Dies ist das Ziel, das der Mauszeiger in der gerenderten Präsentation ansteuert. Sobald Sie es verschieben, wechselt der Mauszeiger seinen Weg.

Klicken Sie nun in der Werkzeugleiste rechts auf das Symbol der abc-Sprechblase. Das ist das Text-Form Werkzeug. Damit können Sie jedem Frame eine Erklärung hinzufügen. Es Erscheint eine Textform, die Sie nun editieren können:

Wenn sie den Rahmen um die Form vergrößern oder verkleinern, können Sie die Form Ihren Bedürfnissen anpassen. Mit der Symbolleiste oberhalb bestimmen Sie die Textgröße, Form und Farbe. Mit dem Diskettensymbol speichern Sie beim abschließen des Editiermodus Ihre Eingaben, und mit dem X-Symbol brechen Sie Ihre Eingabe ohne Speichern ab.

Gehen Sie nun jeden Frame durch und erklären Sie Ihren Lernern, was als nächstes zu tun ist.

Für den ersten Frame schreiben Sie beispielsweise: „Wählen Sie links in der Werkzeugleiste das Symbol für Viereck aus“.

So. Nun wissen Ihre Lerner was hier getan wird. Offen ist noch wo es getan wird, oder genauer gesagt: Eigentlich erwarten Ihre Lerner etwas unterhalb der Textbox, da hier ein Pfeil hinzeigt. Das ist natürlich die falsche Ecke. Deshalb werden wir nun die Richtung des Pfeils ändern, indem wir rechts in der Autorenwerkzeugleiste bei Eigenschaften auf das Symbol der Textbox klicken: Nun haben Sie ein Auswahlfenster, in dem Sie sowohl verschiedene Arten von Textboxen als auch den Pfeil in die jeweilige Richtung auswählen können.


Es lohnt sich, hier ein bisschen herumzuspielen, Sie werden interessante Textboxen finden.

Für unsere Zwecke benötigen Sie jedoch erstmal nur einen Pfeil nach links, um auf das Viereck zeigen zu können.

Sobald Sie OK klicken übernimmt Wink Ihre Einstellungen und Sie haben einen Pfeil nach links. Platzieren Sie Ihre Textbox nun so, dass Sie auf das Symbol für das Viereck zeigt.

Fertig.

Gehen Sie nun jeden Frame durch und geben Sie eine kurze Erklärung, was als nächster Schritt zu tun ist.

Wenn Sie Ihr Projekt nun wieder rendern und ansehen, haben Sie bereits die Erklärungen mit auf dem Bildschirm.

Störend ist jetzt nur noch, dass die Präsentation ohne Ihr Zutun einfach durchläuft. Um das lernerfreundlicher zu gestalten, benötigen Sie nun noch Interaktionen auf jedem Frame, die es den Lernern ermöglichen, vor und zurück zu springen.

Gehen Sie also wieder auf den ersten Frame Ihrer Lernsequenz und wählen Sie in den Autorenwerkzeugen zunächst das Symbol für den nächsten Frame: den Pfeil nach rechts . In der Bildschirmmitte erscheint ein grüner Button mit einem Pfeil nach rechts. Plazieren Sie diesen nun an einem sinnvollen Platz (z.B. unten rechts). Nun kopieren Sie den Button mit [Strg]+[C] und fügen Ihn auf jedem Frame mit [Strg]+[V] wieder ein. Auf der letzten Seite lassen Sie ihn natürlich weg, es geht schliesslich nicht weiter. Hier wählen Sie aber nun den Button zurück und wiederholen die Prozedur.

Nun haben Sie Ihre Präsentation ein bisschen interaktiver. Wenn Sie Ihr Projekt nun rendern und ansehen, läuft die Präsentation nicht mehr automatisch, sondern Sie müssen auf den Weiter-Button klicken, um die nächste Sequenz zu sehen.

Herzlichen Glückwunsch! Ihre erste eigene Softwarepräsentation ist fertig.