Im Unterschied zum Aneignen von Wissen, das wir alle sehr gut können bedeutet Lernen auch persönliches Wachstum. Bei uns gibt es viele “Wissensriesen” die dennoch “Umsetzungszwerge” sind. Wissen aneignen ist einfach. Man kann in seinem persönlichen Elfenbeinturm sitzen bleiben, sammelt Informationen aus zweiter Hand und muss sich nicht verändern.

Diese sehr akademische und realitäts- bzw. weltfremde Tätigkeit führt zu vielen Menschen, die genau wissen, wie es denn ginge, wenn man es täte. Dies betrifft auch unsere Ausbildungsbaschlüsse: Auch hier steht das theoretische Anhäufen von Wissen alleine da – ohne echtes erleben.  Im Prinzip wie Fußballzuschauer, die ja auch alle die besseren Spieler oder Trainer werden.

Echtes Lernen jedoch ist mehr. Es hat zu tun mit Erleben, Erfahren, Unsicherheit, Ungewohntem – Neuem – Persönlichkeitsverändernden. Menschen, die wachsen und sich verändern müssen diese Veränderungen annehmen.

Ein tolles Video hierzu beschreibt, was Lernen wirklich ausmacht.

Es geht hier nicht darum, dass das Ansammeln von Wissen falsch ist. Den Unterschied macht die Reihenfolge: Jemand der wirklich lebt, sein Leben erlebt und Neues erfährt, das die Person verändert kann und soll natürlich reflektieren über das Erlebte und gerne auch in einer Theorie zusammenfassen. Aber umgekehrt – das eigene Leben auf eine Theorie aufbauen, die nie erlebt wird führt nicht wirklich weiter und endet im berühmten Theorie-Praxis-Problem. Dieses Problem kennt übrigens nur die Theorie, die Praxis kennt dieses Problem nicht.

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